Grün – Alternative Liste übergibt an den Grünen Ortsverband

Nach über 40 Jahren geht die Geschichte der Grün – Alternativen Liste Bühl zu Ende. Auf Ihrer letzten Mitgliederversammlung beschlossen die Bühler GALier die Auflösung der Wählervereinigung GAL Bühl. Der Grund dafür war das starke Wachstum des Grünen Ortsverbandes. Viele Mitglieder und Gemeinderäte der GAL sind auch Mitglieder der Partei Bündnis 90 / Die Grünen. Aufwendige Doppelstrukturen sollen in Zukunft vermieden werden und die personelle Energie gezielter eingesetzt werden. Schon bei der letzten Kommunalwahl kandidierte eine gemeinsame Liste der GAL und der Grünen.

Der ehemalige GAL-Gemeinderat und Bürgermeister Wolfgang Jokerst ging in seiner Rede auf die erfolgreiche Geschichte grün – alternativer Kommunalpolitik in Bühl ein.

Am Anfang stand die Jugend – und Bürgeraktion JBA, die ihre Wurzeln in den Kämpfen um die Selbstverwaltung für das Haus der Jugend und den Erhalt der OAG Halle hatte. Erstmals kandidierte die JBA bei den Kommunalwahlen 1980 und brachte Walter Nagler in den Gemeinderat. 1984 entstand dann daraus die GAL, um ein breiteres Bündnis aus Jugend – , Friedens –, Umwelt – und Frauenbewegung zu vertreten. Seit damals standen insgesamt 15 Frauen und Männer, darunter mit Walter Seifermann ein politisches Urgestein mit 42 Jahren Erfahrung im Gemeinderat, für eine ökologische Kommunalpolitik. Teilweise waren fünf Räte aktiv, der Anteil der Frauen darunter war meist höher als bei den anderen Fraktionen. Unter anderem waren das Eintreten für mehr Umweltschutz, eine nachhaltigere Finanzpolitik, weniger Flächenverbrauch, die Förderung des ÖPNV und die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone, Themen der Wählervereinigung.

Erfolge erzielte die GAL auf vielen Bereichen, so waren z.B die Schaffung der Stelle einer Frauenbeauftragten, ein städtischer Kindergarten, der Kinderhort und der Beitritt zur Gentechnikfreien Region Mittlerer Oberrhein vehement  vertretene Forderungen. Der Bühler Beitritt zum Klimabündnis geschah ebenfalls auf Betreiben der Grün – Alternativen. Auch die Einrichtung des Nationalparks wurde unterstützt.

Zunehmend rückte auch die Bildungspolitik und der Kampf gegen den Klimawandel in den Fokus der Grünalternativen. So setzte sich die GAL für die Einrichtung der Gemeinschaftsschule, für die energetische Sanierung städtischer Gebäude und die Errichtung von Bürgerwind- und Fotovoltaikanlagen ein. Im Kontext der Verkehrssituation forderte die GAL bessere und sichere Strukturen für den Rad- und Fußgängerverkehr.

Die Mitgliederversammlung war sich einig, dass die Geschichte der GAL eine Erfolgsgeschichte in und für Bühl war und es mit einem starken und motivierten Grünen Ortsverband weitergehen wird. Ein großer Teil der Gemeinderäte und Mitglieder wird bei den Bündnisgrünen sein Engagement für eine ökologische Kommunalpolitik fortsetzen.

Bericht von Karl Linz